Neuer Newsletter

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Ein neues Format. Hurra! 🎉

Im vergangenen Jahr habe ich viel ausprobiert und mich immer wieder gefragt: WorĂŒber schreibe ich gerne? Was ist fĂŒr mich wirklich interessant und wert, geteilt zu werden? Welche Themen sind beachtenswert und mit welchen Inhalten kann ich eine Nische finden?

Um ehrlich zu sein: Ich bin daran gescheitert, diese Fragen zu beantworten.

Bis es bei mir geklickt hat.

Eine authentische Stimme finden.

Ein Jahr lang habe ich versucht, stĂ€ndig neue Themen zu finden, Trends aufzuspĂŒren (ich bin sehr gut darin geworden), mir Content aus den Fingern zu saugen. Es war mĂŒhsam, manchmal krĂ€ftezehrend — und es war nötig, um zu diesem Punkt zu gelangen.

Die Lösung war die ganze Zeit bei mir. Sie war so naheliegend, dass es ein Jahr dauerte, bis ich sie erkannte. Ich stellte mir lediglich diese zwei Fragen:

  1. Welche Themen sind nĂŒtzlich und hilfreich fĂŒr mich und damit vielleicht fĂŒr andere?
  2. Was fĂŒhlt sich fĂŒr mich wie ein Spiel an und fĂŒr andere wie Arbeit?

Ich nahm mir ein paar Tage Zeit und schrieb so viele Gedanken wie möglich auf, ĂŒber Bereiche und Themen, bei denen ich das GefĂŒhl hatte, dass ich etwas zu sagen habe oder ĂŒber ein bestimmtes Wissen verfĂŒge. Was besitze ich, wovon andere Menschen einen Nutzen haben könnten?

Von da an war es einfach.

Meine Expertise: Verbindung.

Die vergangenen 15 Jahre waren ein heftiger Ritt. Es ging steil nach oben und sehr steil nach unten. Das nennt man Leben. Vielleicht ging es dir Ă€hnlich. Körperlich und geistig bewegte ich mich in extremen Bereichen — in Positiven und ziemlich Negativen.

Es waren wichtige und schmerzhafte Lektionen. Aus ihnen konnte ich diese Bereiche finden, ĂŒber die ich schreiben kann:

  • Frameworks, um Denkprozesse produktiv aufschlĂŒsseln. Z. B. ist assoziatives Denken eine Superpower, die gleichzeitig eine der Grundlagen fĂŒr meine Depression ist. Probleme zu abstrahieren, ein ĂŒbergeordnetes Prinzip daraus abzuleiten, das man auf andere Bereiche ĂŒbertragen kann, ist eine tolle FĂ€higkeit. Wenn die gedankliche Einrahmung jedoch nicht stimmt, schickt mich diese Form des Denkens in einen dĂŒsteren Tunnel.
  • Mentale Modelle fĂŒr bessere Selbstwahrnehmung. Wie sieht man sich selbst in der Welt? Welche QualitĂ€t hat die Verbindung zu sich und zu anderen Menschen? Es ist beeindruckend, wie viele geistigen Stolperfallen wir uns selbst jeden Tag stellen.
  • Friedvolle Elternschaft und toxische MĂ€nnlichkeit. Was bedeutet es, heutzutage Mann und Vater zu sein? Welche alten Rollenvorstellungen stecken in uns? Wie schafft man es, sie zu ĂŒberwinden? Das war in den letzten fĂŒnf Jahren ein unfassbar spannender und wichtiger Bereich.
  • Sprache ist Denken. Was steckt eigentlich in dem, das wir den ganzen Tag von uns geben? Was machen diese Wörter mit uns? Wie bringe ich meine BedĂŒrfnisse auf den Punkt? Wie schreibe ich punktgenaue Texte, zielgerichtet verpackt? Großartige Konzepte, die helfen, nicht nur Werbung und Politik besser zu verstehen.
  • Schmerzen bei Bewegung. In einer fĂŒr den Menschen zunehmend alienartigen Umgebung entstehen besondere Herausforderungen, fĂŒr die es manchmal ziemlich einfache Lösungen gibt.

Das sind breit angelegte Themenfelder. Dennoch gibt es einen Kern: Verbindung.  Die Verbindung zu einem selbst, die Verbindung zu anderen. Ab heute ist der alte Newsletter (Der Eskapist) Geschichte! Ich freue mich wahnsinnig auf die neuen Inhalte.

Altes Wissen neu verstehen.
Neues Wissen anders sehen.

„Wenn du wachsen willst, lass Leute rein.“

Andere Menschen am Prozess der VerĂ€nderung teilhaben zu lassen bedeutet fĂŒr viele eine große HĂŒrde zu ĂŒberwinden; Angst vor sozialer Ausgrenzung und Scham. Es ist etwas persönliches, manchmal sogar intimes.

Aber immer dann, wenn ich etwas veröffentlicht habe, das ein sehr persönliches Thema berĂŒhrte, bei dem ich zunĂ€chst zweifelte und dachte, „Oh Gott, kann ich darĂŒber ĂŒberhaupt öffentlich schreiben?“, wurde eine Verbindung hergestellt. Die Reaktionen der Leser erstaunte mich.

Transparenz ist ein entscheidender Faktor fĂŒr diejenigen, die bereit sind, sie anzuwenden. Viele Unternehmen, ob groß oder klein, bauen unsichtbare Mauern zwischen sich und ihren Kunden auf. Aber als unabhĂ€ngiger Creator kann ich das Ă€ndern.

Ich kann 1:1-GesprĂ€che fĂŒhren, echte Geschichten erzĂ€hlen und ĂŒber meine Stolpersteine auf dem Weg dorthin berichten. Letztendlich geht es um Vertrauen — und der beste Weg, dieses Vertrauen aufzubauen, ist, den Menschen hinter den Worten zu zeigen.

Bei Twitter folgen mir 686 Menschen. 46 Abonnenten erhalten diesen Newsletter. Jedem einzelnen gegenĂŒber empfinde ich eine besondere Verantwortung, denn jeder einzelne Leser gibt mir das Wertvollste, das er besitzt: seine Aufmerksamkeit, seine Lebenszeit.

Danke.

“Ich bin kein Genie. Ich bin schlau in bestimmten Bereichen — aber ich bleibe in der NĂ€he dieser Bereiche.” — Thomas Watson